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Institut für Biochemie an der Uni Stuttgart auf der Kippe
Chemiker kritisieren Pläne des Rektorats - Das Jahr der Chemie wirbt mit vielen Veranstaltungen

Stuttgarter Nachrichten vom 14.01.2003

Das Jahr der Chemie wirbt mit vielen Veranstaltungen

Das für 2003 ausgerufene Jahr der Chemie hat kaum begonnen, da ist bei den Chemikern der Universität Stuttgart bereits ordentlich Feuer unterm Dach. Der Grund: Das Institut für Biochemie soll in absehbarer Zeit geschlossen werden. Der zuständige Dekan kritisiert diese Pläne als "absurd".
Bereits in den vergangenen Jahren musste die Chemie an der Uni Stuttgartpersonell erhebliche Abstriche hinnehmen. Statt ursprünglich 26 Professuren gibt es inzwischen an den elf Instituten nur noch 21 Professoren,"Jetzt drohen uns neue drastische Einschnitte, die unsere Existenzfähigkeit in Frage stellen", sagt Professor Helmut Bertagnolli, der Dekan der Fakultät Chemie. Hat doch das Rektorat mitgeteilt, dass mit der Emeritierung des Institutsleiters Professor Dieter Wolf 2006 das Institut für Biochemie geschlossen werden soll. Hintergrund ist die Schaffung eines so genannten Innovationspools. Hierzu werden einzelne Professuren eingespart, die Besetzung der so freigewordenen Stellen wird dann zur Profilbildung der Universität genutzt.
Dieter Wolf warnt indes davor, dass bei einem Wegfallen der Biochemie die Bioverfahrenstechnik und der neu eingerichtete Studiengang Technische Biologie schließen könnten.

Bertagnolli nennt es "eine absurde Situation, ein innovatives und weltweit anerkanntes Institut zu schließen". Mit dieser "kurzsichtigen und konzeptionslosen Strukturplanung" würde die Universitätsverwaltung erst vor kurzem getätigte Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe vernichten. Damit würde ein Innovationsmotor abgewürgt. "Es sind keine Konturen sichtbar, wie das künftige Profil der Uni sein soll", kritisiert auch Professor Claus Eisenbach, der Leiter des Instituts für Angewandte Makromolekulare Chemie. Und Professor Emil Roduner, Direktor des Instituts für Physikalische Chemie, äußert einen Verdacht: "Man will offenbar eine reine Ingenieurs-Universitat und benutzt die Chemie als Milchkuh."
Da trifft es sich gut, dass 2003 bundesweit das Jahr der Chemie ist. Die Wissenschaftler der Universität Stuttgart wollen gemeinsam mit ihren Kollegen der Universität Hohenheim und dem Institut Dr. Flad mit einer Fülle von Veranstaltungen für ihr Fach werben. So halten Stuttgarter Wissenschaftler in etwa 50 Schulen der Region Vorträge, und Vorschulkinder werden im Fehling-Lab, dem Experimentallabor der Uni Stuttgart, an die Chemie herangeführt. Kindgerecht wird dort unter anderem die Frage beantwortet, wie die Farbe auf die Schokolinse kommt. Höhepunkt des Programms ist am 20. September ein Jahrmarkt der Chemie auf dem Schlossplatz.

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