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Die Ausstellung "Der Kuss - Magie und Chemie" erklärt die Naturwissenschaft im Körper
Inniges Küssen ist ein chemisches Feuerwerk

Stuttgarter Zeitung vom 29.03.2003

Küssen hält jung. Das ist chemisch bewiesen. Mehr noch: Küssen macht glücklich, schlank und gesund. Eine Ausstellung im Hauptbahnhof zeigt, dass nicht nur die Lippen, sondern der ganze menschliche Körper ein komplexes Chemielabor ist.
"Küssen ist nicht einfach nur Küssen", sagt Jens Christoffers, Professor für organische Chemie an der Uni Stuttgart. "Ein inniger Kuss löst im Körper ein Feuerwerk der chemischen Reaktionen aus." Wenn Lippen miteinander verschmelzen, werden die Glücklichmacher Serotonin und PEA ausgeschüttet. Atmung und Blutdruck, die körpereigenen Aufputschmittel, schnellen daraufhin wie bei einem Dauerlauf in die Höhe. Der Effekt: ein Kuss, der zwölf Sekunden dauert, macht nicht nur glücklich, sondern verbraucht auch noch zwölf Kalorien.
Die Ausstellung in der kleinen Schalterhalle dreht sich bei weitem nicht nur ums Küssen. Sie informiert auch über chemische Reaktionen durch Vitamine oder Drogen, über Duftstoffe in Lebensmitteln und über Wasser, das wichtigste Element des Lebens. Ein Film taucht ins Innere des menschlichen Körpers und zeigt, wo welche Stoffe produziert werden. Und wer die Materie vertiefen möchte, kann sich in blaue Ledersessel fläzen und in Chemiebüchern schmökern - oder das Fach studieren. Denn die Unis Stuttgart und Hohenheim präsentieren die Studiengänge Chemie, Werkstoffwissenschaften und Lebensmittelchemie.

Mit der Schau wollen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Universität Stuttgart den Dialog zwischen Wissenschaft und Bevölkerung fördern. Ziel sind vor allem die Jugendlichen. Was lockt da besser als das Thema Küssen, das sich durch die ganze Ausstellung zieht?
Experimentierfreudige Studenten und Diplomchemiker haben im Hauptbahnhof vier Stände aufgebaut, um die Besucher hautnah an die praktische Chemie heranzuführen. Dort demonstriert Michael Wölfle, dass sich die DNA von Tomaten nur mit Hilfe von Spülmittel, Salz, Alkohol, einem Kaffeefilter und einem Mixer isolieren lässt. Nebenan mischen seine Kommilitonen Erdbeerjoghurt, Milch, Zucker und Sahne mit flüssigem, minus 190 Grad kaltem Stickstoff und stellen leckeres Eis her. Und der Chemiker Alexander Weißwange-Lehmann erklärt, warum zwei Büroklammern wie verliebte Teenager aneinander kleben und beharrlich auf der Wasseroberfläche schwimmen.
Für Menschen, die keine Zeit fürs Küssen haben und denen Kalorien egal sind, hat Jens Christoffers übrigens eine Alternative parat: Schokolade. Die könne nämlich den gleichen Kick auslösen wie ein Kuss.
Bis 6. April, kleine Schalterhalle am Hauptbahnhof. Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, am Samstag, 29. März, 10 bis 2 Uhr.

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